Jörg Widmann

Jörg Widmann gehört zu den aufregendsten und vielseitigsten Künstlern seiner Generation. Solistische Auftritte führen ihn in dieser Saison zu Orchestern wie dem Mariinsky Orchester unter Valery Gergiev, dem Orchestra della svizzera Italiana mit Juraj Valchua, dem Orchestre National de Belgique und Xian Zhang und dem Orchestra Del Teatro Dell’Opera die Roma unter Peter Rundel. Im Juli 2017 wird er mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und Kent Nagano auf Tournee zu erleben sein.
In ihrer Eröffnungssaison widmet die Elbphilharmonie Hamburg Jörg Widmann ein Künstlerportrait – neben der Uraufführung seines neuen Oratoriums im Rahmen des Eröffnungsfestivals und einem play/direct Programm mit dem Ensemble Resonanz wird er auch als Solist in einem Solo Rezital und einem Kammermusikabend mit Mitsuko Uchida zu erleben sein, mit dem beide Künstler auch in Londons Wigmore Hall und New Yorks Carnegie Hall gastieren. Mitsuko Uchida wird zudem im Rahmen des Künstlerportraits der Elbphilharmonie die für sie komponierte Sonatina facile zur Uraufführung bringen.
In weiteren Residenzen bei Brüssels BOZAR und dem Münchener Kammerorchester wird er ebenfalls als Solist, Kammemusiker und Dirigent zu erleben sein. Das Münchener Kammerorchester widmete ihm zudem ein Portraitkonzert in der Pinakothek der Moderne.
Widmanns 2012 uraufgeführte Oper Babylon wird im Rahmen der Zaterdag Matinee mit dem Netherlands Radio Philhamonic Orchestra unter Markus Stenz in einer konzertanten Aufführung ihre niederländische Premiere erleben.

Künstler wie Sir András Schiff, Daniel Barenboim, Elisabeth Leonskaja, Mitsuko Uchida und das Hagen Quartett gehören zu seinen regelmäßigen Kammermusikpartnern.
In der Saison 2016/17 wird er als Kammermusiker auf Tournee durch die USA mit dem Pacifica Quartett und in Konzerten mit dem Hagen Quartett zu erleben sein, mit dem er im Auditorio Nacional Madrid sein neues Klarinettenquintett uraufführen wird. Mit Tabea Zimmermann und Dénes Várjon wird er unter anderem bei der Sociedad Filarmónica de Bilbao, Brüssels BOZAR, dem Mozartfest Würzburg und der Franz Liszt Akademie Budapest zu erleben sein.

Seine Tätigkeiten als Dirigent erweitert Jörg Widmann stetig. So wird er in diesem Jahr unter anderem mit der Kammerakademie Potsdam, dem Swedish Chamber Orchestra, London Chamber Orchestra, Riga Sinfonietta sowie dem Irish Chamber Orchestra, dessen erster Gastdirigent er ist und das er auf Tournee durch Deutschland und Europa begleitet, zu erleben sein.

Ausgebildet von Gerd Starke in München und Charles Neidich an der Juilliard School New York ist der Klarinettist Jörg Widmann regelmäßig zu Gast bei bedeutenden internationalen Orchestern, wie dem Gewandhausorchester Leipzig, Orchestre National de France, Tonhalle-Orchester Zürich, National Symphony Orchestra Washington, Orchestre symphonique de Montréal, National Symphony Orchestra Taiwan, Netherlands Philharmonic Orchestra und Toronto Symophony Orchestra und konzertiert mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, Valery Gergiev, Kent Nagano, Sylvain Cambreling, Christoph Eschenbach und Christoph von Dohnanyi.

Im Rahmen der Donaueschinger Musiktage 2015 brachte er das neue Klarinettenkonzert von Mark Andre zur Uraufführung. Mehrere Klarinettenkonzerte sind ihm gewidmet und durch ihm uraufgeführt worden, unter anderem etwa die Musik für Klarinette und Orchester von Wolfgang Rihm (1999) und Cantus von Aribert Reimann (2006).

Komposition studierte Jörg Widmann bei Kay Westermann, Wilfried Hiller und Wolfgang Rihm. Sein Schaffen wurde vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem renommierten, nur alle zwei Jahre verliehenen Stoeger Prize der New Yorker Chamber Music Society of Lincoln Center (2009). 2001 erhielt Jörg Widmann den Hindemith-Preis des Landes Schleswig-Holstein, 2004 den Schönberg-Preis des Arnold Schönberg Centers Wien, des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin und DeutschlandRadio Berlin, 2006 erhielt er den Kompositionspreis des SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg für die bemerkenswerteste Uraufführung der Donaueschinger Musiktage sowie den Claudio-Abbado-Kompositionspreis der Orchesterakademie der Berliner Philharmoniker.

2009 wurde zum 20-jährigen Jubiläum der Pariser Opéra Bastille das Musiktheater Am Anfang von Anselm Kiefer und Jörg Widmann uraufgeführt. Widmann agierte hier als Komponist, Klarinettist und gab sein Debut als Dirigent.

Dirigenten wie Daniel Barenboim, Daniel Harding, Kent Nagano, Christian Thielemann, Mariss Jansons, Andris Nelsons und Simon Rattle bringen seine Musik regelmäßig zur Aufführung. Orchester wie die Wiener und die Berliner Philharmoniker, das New York Philharmonic, Orchestre de Paris, BBC Philharmonic Orchestra und viele andere haben seine Musik uraufgeführt und regelmäßig in ihrem Konzertrepertoire. Mit dem Cleveland Orchestra und dessen Chefdirigenten Franz Welser-Möst verbindet ihn seit seiner Tätigkeit als Daniel R. Lewis Young Composer Fellow eine besondere künstlerische Zusammenarbeit. 2011 wurde sein Flötenkonzert Flûte en suite von Joshua Smith und dem Cleveland Orchestra unter der Leitung von Franz Welser-Möst uraufgeführt, das in der Saison 2012/13 mit Emmanuel Pahud und den Berliner Philharmonikern seine europäische Erstaufführung erlebte. 2014 war Flûte en suite das zentrale Werk auf der Europatournee des Cleveland Orchestra, in der Berliner Philharmonie widmete das Orchester seiner Musik einen ganzen Konzertabend. Unter der Leitung von Kent Nagano und unter Mitwirkung namhafter Sänger eröffnete die Uraufführung seiner Oper „Babylon“ die Spielzeit 2012/13 an der Bayerischen Staatsoper München. Die Alte Oper Frankfurt widmete ihm in derselben Saison ihr Komponistenportrait „Auftakt“.

Jörg Widmann war Residenzkünstler zahlreicher Orchester und Festivals wie den Lucerne und Grafenegg Festivals, bei den Bamberger Symphonikern und in der Saison 2015/16 als crative chair des Tonhalle-Orchesters Zürich. Das Konzerthaus Wien, die Alte Oper Frankfurt und die Kölner Philharmonie widmeten Widmann in den vergangenen Jahren Komponistenportraits – in der Carnegie Hall New York stand seine Musik unter dem Motto „Making Music: Jörg Widmann“ für eine Spielzeit im Fokus.

Widmann ist Fellow des Wissenschaftskollegs zu Berlin und ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, der Freien Akademie der Künste Hamburg (2007), der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste (2007) und der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz (2016).

Website: 
www.joergwidmann.com