Juho Pohjonen

Als einer der faszinierendsten und talentiertesten Pianisten Finnlands hat Juho Pohjonen große Aufmerksamkeit auf sich gezogen und wird als einer der vielversprechendsten jungen Instrumentalkünstler gehandelt, die das nordische Land hervorgebracht hat. Mit einem hochgelobten Repertoire von Bach bis Salonen sind seine Interpretationen für ihre Intensität, ihren Tiefgang und ihre furchtlose musikalische Souveränität bekannt. Pohjonen ist hochbeliebt bei Robert Spano und dem Atlanta Symphony Orchestra und verdiente sich jüngst mit seinen Darbietungen von Prokofjews Klavierkonzert Nr. 5 in G-Dur große Anerkennung:

Juho Pohjonen begann den Sommer 2016 mit seinem Debüt beim Grant Park Music Festival, wo er Chopins Klavierkonzert Nr. 2 mit Dirigent Carlos Calmer aufführte. Weitere Höhepunkte des Sommers waren unter anderem Darbietungen auf dem Santa Fe Chamber Music Festival, dem La Jolla Music Society SummerFest sowie dem Moritzburg Festival in Deutschland. Teil seiner Saison 2016–2017 sind darüber hinaus seine dritte Einladung zum Atlanta Symphony Orchestra mit einer Aufführung von Beethovens Klavierkonzert Nr. 4 mit Robert Spano und sein Debütauftritt mit dem Vancouver Symphony Orchestra und Dirigent Pietari Inkinen mit Prokofjews Klavierkonzert Nr. 1. Er setzt seine enge Zusammenarbeit mit der The Chamber Music Society of Lincoln Center mit einem Programm aus Stücken von Mendelssohn und Schubert fort, das in der Alice Tully Hall gehört werden kann. Außerdem führt er ein Kammermusikprogramm in der Library of Congress auf und gibt Recitals in New York City und Howland, New York. Höhepunkte in Europa sind unter anderem eine Aufführung von Esa-Pekka Salonens Klavierkonzert mit der Philharmonie Stettin und Rune Bergman, eine Darbietung von Mozarts Klavierkonzert Nr. 23 mit dem Finnish Radio Symphony Orchestra und Tomas Djupsjöbacka sowie ein Debutauftritt mit dem Antalya State Symphony Orchestra und Dirigent Adrian Prabava mit Rachmaninows Klavierkonzert Nr. 2.

Jüngste Höhepunkte sind beispielsweise hochgelobte Aufführungen von Griegs Klavierkonzert mit dem Buffalo Philharmonic Orchestra und Dirigentin JoAnn Falletta und Aufführungen desselben Werks an mehreren Spielorten in England mit dem Bournemouth Symphony Orchestra und Kirill Karabits. Pohjonen begann die letzte Saison mit Aufführungen von Saint-Saëns’ Klavierkonzert Nr. 5 mit dem Los Angeles Chamber Orchestra und Jeffrey Kahane und gab sein Debut beim Tonhalle-Orchester Zürich mit einer Aufführung von Esa-Pekka Salonens Klavierkonzert unter Dirigent Lionel Bringuier. Darüber hinaus gab er ein atemberaubendes Recital-Debut beim Ravinia Festival, führte Mozart in Seoul mit dem KBS Symphony Orchestra und im mexikanischen Palacio De Bellas Artes mit dem Orquesta Sinfónica Nacional auf und ging mit der The Chamber Music Society of Lincoln Center auf USA-Tournee. Jüngst stand Pohjonen auch mit dem Philharmonia Orchestra und Esa-Pekka Salonen, dem Helsinki Philharmonic Orchestra und Olari Elts, dem Bournemouth Symphony Orchestra und James MacMillan und dem Iceland Symphony Orchestra und François-Xavier Roth auf der Bühne. Seit er für das „CMS Two Residency Program for Outstanding Young Artists“ von 2009 bis 2012 ausgewählt wurde, arbeitet er häufig mit der The Chamber Music Society of Lincoln Center zusammen.

Pohjonen gab Recitals in New York (Carnegie Hall und Lincoln Center), Washington, D.C. (Kennedy Center), San Francisco, Vancouver, Detroit, La Jolla, London (Wigmore Hall), Hamburg, St. Petersburg, Helsinki, Warschau, Hongkong, Antwerpen, auf dem Luzerner Piano-Festival, dem Gilmore Festival, dem Bergen Festival sowie bei den Savonlinna-Opernfestspielen und den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern. Auf der Bühne stand er bereits mit dem Los Angeles Philharmonic, der San Francisco Symphony, dem Atlanta Symphony Orchestra, Buffalo Philharmonic Orchestra, Mostly Mozart Festival Orchestra, Danish National Symphony Orchestra, Malmö Symphony Orchestra, Finnish Radio Symphony Orchestra, Swedish Radio Symphony Orchestra, Helsinki Philharmonic Orchestra, Avanti! Chamber Orchestra, National Arts Centre Orchestra, Scottish Chamber Orchestra und Philharmonia Orchestra, Bournemouth Symphony Orchestra, der Zagreber Philharmonie und dem Lahti Symphony Orchestra, mit dem er durch Japan tourte.

Pohjonens Debütalbum Plateaux umfasst das Klavierkonzert Plateaux pour Piano et Orchestre des skandinavischen Komponisten Pelle Gudmundsen-Holmgreen, aufgeführt mit dem Danish National Symphony Orchestra, und das Soloklavierstück For Piano. Sein sensationelles Eröffnungsrecital auf dem Music@Menlo Festival 2010 wurde für die Reihe Music@Menlo Live 2010 aufgezeichnet. Das Album trägt den Namen Maps and Legends: Disc 8 und umfasst Mozarts Sonate in A-Dur, K.331, Griegs Ballade in G-Moll in Form von Variationen über eine norwegische Melodie, Op. 24, und Händels Suite in B-Dur.

Pohjonens Studien begannen 1989 an der Junior Academy der Sibelius Academy in Helsinki. Später studierte er an der Sibelius Academy zusammen mit Meri Louhos und Hui-Ying Liu und machte 2008 seinen Masterabschluss. Pohjonen nahm außerdem an mehreren Meisterkursen von Weltklasse-Pianisten wie Sir András Schiff, Leon Fleisher, Jacob Lateiner und Barry Douglas teil.

2009 wurde Juho Pohjonen von Sir András Schiff mit dem Stipendium des Klavier-Festivals Ruhr geehrt. Zudem gewann er sowohl in finnischen als auch in internationalen Wettbewerben zahlreiche Auszeichnungen, darunter der erste Preis bei der dänischen Nordic Piano Competition 2004 in Nyborg, der erste Preis bei der International Young Artists Concerto Competition 2000 in Stockholm, der Prokofjew-Preis bei der AXA Dublin International Piano Competition 2003 und ein Preis bei der Helsinki International Maj Lind Piano Competition 2002.

Website: 
www.juhopohjonen.com