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Heinz Holliger

Heinz Holliger gehört zu den vielseitigsten und ausser­gewöhnlichsten Musikerpersönlichkeiten unserer Zeit. Geboren in Langenthal, studierte er in Bern, Paris und Basel Oboe (bei Emile Cassagnaud und Pierre Pierlot), Klavier (bei Sava Savoff und Yvonne Lefébure) und Komposition (bei Sándor Veress und Pierre Boulez).

Nach ersten Preisen bei den internationalen Wettbewerben von Genf und München beginnt für ihn eine unvergleichliche Karriere als Oboist, welche ihn in die grossen Musikzentren aller fünf Kontinente führt. Im ständigen Austausch von Interpretation und Komposition erweitert er die spieltechnischen Möglichkeiten des Instruments und setzt sich mit grossem Engagement für die zeitgenössische Musik ein. Einige der bedeutendsten Komponisten der Gegenwart widmen ihm ihre Werke. Zugleich setzt er sich auch für wenig bekannte und einseitig interpretierte Komponisten ein.

Als Dirigent arbeitet Heinz Holliger seit vielen Jahren mit weltweit führenden Orchestern und Ensembles zusammen, darunter die Berliner Philharmoniker, das Cleveland Orchestra, das Concertgebouworkest Amsterdam, das Philharmonia Orchestra London, die Wiener Sinfoniker, die Wiener Philharmoniker, das Sinfonie-Orchester des Bayerischen Rundfunks, die SWR-Sinfonieorchester Baden-Baden/Freiburg und Stuttgart, das WDR-Sinfonieorchester Köln, das hr-Sinfonieorchester Frankfurt, das Tonhalle-Orchester Zürich, das Orchestre de la Suisse Romande, das Orchestre de Chambre de Lausanne, das Festivalorchester Budapest, das Orchestre National de Lyon und das Orchestre Philharmonique de Strasbourg. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet ihn auch mit dem Chamber Orchestra of Europe.

Heinz Holliger ist Träger zahlreicher Auszeichnungen und Preise (Komponisten-preis des Schweizerischen Tonkünstlervereins, Léonie-Sonning-Musikpreis der Stadt Kopenhagen, Kunstpreis der Stadt Basel, Ernst-von-Siemens-Musikpreis, Musikpreis der Stadt Frankfurt, Premio Abbiati der Biennale di Venezia, Ehrendoktorwürde der Universität Zürich, Zürcher Festspielpreis, Rheingau-Musikpreis u.a.) und Schallplattenauszeichnungen (Diapason d’Or, Midem Classical Award, Edison-Award, Grand Prix du Disque, mehrere Deutsche Schallplattenpreise). 2015 wurde dem Künstler der Grand Prix Suisse de Musique verliehen. 2016 wurde er zum Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Sciences ernannt.

Heinz Holliger ist einer der gefragtesten Komponisten unserer Zeit, dessen Werke exklusiv von Schott Musik International verlegt werden. Zu seinen Hauptwerken zählen die Oper Schneewittchen, der Scardanelli-Zyklus und das Violinkonzert. In den letzten Jahre entstanden unter anderem nicht Ichts – nicht Nichts nach Texten von Angelus Silesius für Chor a cappella (2010), Lunea, 23 Sätze von Nikolaus Lenau für Bariton und Ensemble (2010-13), Janus, Doppelkonzert für Violine, Viola und kleines Orchester (2011/12), hölle himmel nach Gedichten von Kurt Marti für gemischten Chor a cappella (2011/12), Increschantüm nach Gedichten von Luisa Famos für Sopran und Streichquartett (2014) und Dämmerlicht auf 5 eigene Haiku-Gedichte für Sopran und Orchester (2015).

Zahlreiche CD-Einspielungen mit Heinz Holliger als Oboist, Dirigent und Komponist sind bei Teldec, Philips und ECM erschienen. Beim Label SWR/Hänssler ist eine Reihe mit den bedeutendsten Orchesterwerken von Charles Koechlin mit dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart unter der Leitung von Heinz Holliger entstanden. Davon wurde die Doppel-CD mit Vokalwerken (Juliane Banse) mit dem Midem Classical Award 2006 und dem Echo Klassik Preis 2006 ausgezeichnet. Die Aufnahme von „Les Bandar-log“/„Offrande musicale sur le nom de BACH“ erhielt 2009 (als einzige Aufnahme in der Kategorie Symphonische Musik) einen „Grand Prix du Disque“. Mit dem Orchester des Musikkollegium Winterthur hat Heinz Holliger die Sinfonien Nr. 3 und 4 von Mendelssohn, mit dem WDR-Sinfonieorchester Köln sämtliche Sinfonien, Ouverturen und Konzerte von Robert Schumann eingespielt.