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Leif Ove Andsnes

Die New York Times bezeichnete Leif Ove Andsnes als "einen Pianisten von meisterhafter Eleganz, Kraft und Einsicht", und das Wall Street Journal nannte ihn "einen der begabtesten Musiker dieser Generation". Mit seiner eindrucksvollen Technik und seinen durchdringenden Interpretationen hat der gefeierte norwegische Pianist, der neben seinen Aktivitäten für Musikaufnahmen in den führenden Konzertsälen und mit den herausragendsten Orchestern der Welt Musikvorträge und Konzerte gab,  weltweit Beifall gefunden. Als passionierter Kammermusiker ist er der Gründungsintendant des Kammermusik-Festivals Rosendal, war beinahe zwei Jahrzehnte lang künstlerischer Co-Direktor des Kammermusik-Festivals Risør und wirkte 2012 als musikalischer Leiter des Ojai Music Festival in Kalifornien. Im Juli 2013 wurde er in die Gramophone Hall of Fame aufgenommen und erhielt 2016 beziehungsweise 2017 Ehrendoktorgrade von der Juilliard School in New York und der norwegischen Universität Bergen.

Andsnes, der häufig mit dem New York Philharmonic zusammenarbeitet, ist der Gastinterpret des Orchesters für 2017/2018. Zusätzlich zu Kammermusik und einem Solovortrag von Schubert, Nielsen, Sibelius und Jörg Widmann in der David Geffen Hall gesellt er sich während seiner eine Saison währenden Wirkungszeit zum Philharmonic für Brittens Klavierkonzert unter Antonio Pappano, Rachmaninows selten in Programme aufgenommenes 4. Klavierkonzert unter Paavo Järvi und Debussys Fantaisie mit Edward Gardner. Allen drei Konzerten kommen in seinem Programm für diese Saison herausragende Stellungen zu: Er spielt Britten auch mit Orchestern wie der  Tonhalle Zürich, den Wiener Symphonikern und dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin; Rachmaninow mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und dem Bergen Filharmoniske Orkester; und Debussy mit dem London Philharmonic Orchestra, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, der Oslo-Filharmonien und dem New World Symphony. Bei den Musikvorträgen begibt er sich auf eine ausgedehnte Europatournee in bedeutende Städte wie London, Berlin, Leipzig, Wien, Madrid, Mailand und Amsterdam mit einem Programm, das neben anderen Werken eine Auswahl von Stücken von Sibelius beinhaltet. Das zu Unrecht vernachlässigte Soloklavier-Œuvre des finnischen Komponisten ist auch der Schwerpunkt von Andsnes' zur Veröffentlichung anstehenden Sony-Classical-Album, das Sibelius' eigenes Arrangement seines berühmten Valse triste, Auszüge aus den beliebten Zehn Klavierstücken und frühen 6 Impromptus sowie die expressiven Kyllikki (Drei lyrischen Stücke) umfasst. Neben dem Zusammenwirken mit dem Bariton Matthias Goerne für eine Darbietung von Schuberts Winterreise im neuen Boulez-Saal in Berlin freut sich der Pianist auch auf Kammermusik-Kollaborationen im Sommer 2018 beim italienischen Festival Incontri in Terra di Siena Festival und die dritte Saison seines eigenen Kammermusik-Festivals im norwegischen Rosendal.

In der vergangenen Saison spielte Andsnes Rachmaninows 4. Klavierkonzert mit Orchestern wie den Berliner Philharmonikern und dem Boston Symphony Orchestra, Mozart mit den Wiener Philharmonikern und auf Tournee mit dem Norwegischen Kammerorchester sowie Schumann mit dem japanischen NHK Symphony Orchestra, wo er – zum zweiten Mal in der zwanzigjährigen Geschichte des Preises – anschließend als "Erinnerungswürdigster Solointerpret 2016" ausgezeichnet wurde. Bei den Musikvorträgen begab er sich auf seine erste Solo-Südamerikatournee und spielte Sibelius, Beethoven, Debussy und Chopin in Brasilien und Chile, ehe er ein ähnliches Programm bei Terminen in Japan und Südkorea wiederholte; vereinte sich wieder mit Matthias Goerne für vollständige Trios von Schubert-Liederzyklen in Paris und Brüssel; und tat sich mit seinem Pianistenkollegen Marc-André Hamelin zusammen für eine umfangreiche USA- und Europatournee mit Musik für zwei Klaviere, welche die Washington Post "ein Zusammentreffen zweier Meister auf der Höhe ihres Könnens" nannte. Ein Herzstück ihres Programms war Strawinskys Frühlingsopfer, das zu den Werken zählt, die sie für die Veröffentlichung auf dem Hyperion-Label in der nächsten Saison aufnahmen. Um 2016/2017 abzuschließen, präsentierte Andsnes derweil das zweite jährliche Kammermusikfestival Rosendal mit Auftritten von Anne Sofie von Otter, Kristian Bezuidenhout, Christian Tetzlaff, Tabea Zimmermann, Martin Fröst und einer Vielzahl weiterer Gastkünstler von Weltklasse bei einer Feier von Mozarts Kammermusik.

Die vielleicht ambitionierteste Leistung des norwegischen Pianisten ist "The Beethoven Journey", sein epischer, vier Saisons währender Schwerpunkt auf die Musik für Klavier und Orchester des Meisterkomponisten, der ihn zu 230 Liveauftritten in 108 Städte in 27 Ländern führte. Er leitete von den Klaviertasten aus das Mahler Chamber Orchestra (MCO) in kompletten Beethoven-Konzertzyklen bei vielbeachteten Engagements in Bonn, Hamburg, Luzern, Wien, Paris, New York, Schanghai, Tokio, Bodø und London. Daneben widmete er sich weiteren Beethoven-Kollaborationen mit führenden internationalen Ensembles wie dem Los Angeles Philharmonic, der San Francisco Symphony, dem London Philharmonic Orchestra und den Münchner Philharmonikern. Das Projekt wurde in Concerto – A Beethoven Journey (2016) festgehalten, einer Dokumentation des preisgekrönten britischen Filmemachers Phil Grabsky, und Andsnes' Zusammenarbeit mit dem MCO wurde in Sony Classicals erfolgreicher dreiteiliger Reihe The Beethoven Journey verewigt. Der erste Teil wurde bei iTunes zum "Besten Instrumental-Album 2012" ernannt und mit dem belgischen Prix Caecilia ausgezeichnet, der zweite dem dem begehrten "2015 Recording of the Year Award" von BBC Music gewürdigtund der dritte in einer 5-Sterne-Besprechung gepriesen als "Darbietungen von fesselnder Reife, stilistischem Scharfsinn und absolutem Genuss" (Telegraph, Vereinigtes Königreich). Die zusammengefasst in einem Box-Set veröffentlichte Reihe wurde von der New York Times und der Süddeutschen Zeitungunter die "Besten des Jahres 2014" gewählt.

Andsnes nimmt nunmehr exklusiv für Sony Classical auf. Seine bisherige Diskographie enthält über 30 CDs für EMI Classics – Solo-, Kammermusik- und Konzertveröffentlichungen, viele davon Bestseller –, die ein Repertoire von der Zeit Bachs bis zum heutigen Tag umfassen. Er wurde für acht Grammys nominiert und mit vielen internationalen Preisen ausgezeichnet, darunter sechs Gramophone Awards. Seine Aufnahmen der Musik seines Landsmanns Edvard Grieg wurden besonders gefeiert: Die New York Times ernannte Andsnes' 2004 entstandene Aufnahme von Griegs Klavierkonzert mit Mariss Jansons und den Berliner Philharmonikern zu einer "Best CD of the Year", der Penguin Guide verlieh ihr eine begehrte "Rosette", und sowohl dieses Album als auch seine CD von Griegs Lyrischen Stücken errangen Gramophone Awards. Seine Aufnahme von Mozarts Klavierkonzerten Nr. 9 und Nr. 18 war eine weitere "Best of the Year" der New York Times und wurde gleichfalls mit der "Rosette" des Penguin Guidegeehrt. Er gewann noch einen Gramophone Award für Rachmaninows Klavierkonzerte Nr. 1 und Nr. 2 mit Antonio Pappano und den Berliner Philharmonikern. Eine Reihe von Aufnahmen von Schuberts späten Sonaten, vereint mit von Ian Bostridge gesungenen Liedern, erhielt überschwängliches Lob, so wie auch die Weltpremieren-Aufnahmen von Marc-André Dalbavies Klavierkonzert und Bent Sørensens The Shadows of Silence, die beide für den Pianisten komponiert wurden.

Andsnes erhielt die herausragende norwegische Auszeichnung der Ernennung zum Kommandeur des Königlich Norwegischen Ordens des heiligen Olav, und 2007 wurde ihm der angesehene Peer-Gynt-Preis verliehen, der von Angehörigen des Parlaments vergeben wird, um prominente Norweger für ihre Leistungen in Politik, Sport und Kultur zu ehren. 2004/2005 wurde er der jüngste Musiker (und erste Skandinavier), der je die "Perspectives"-Reihe des London Symphony Orchestras. Er ist Träger des Instrumentalist Awards der Royal Philharmonic Society sowie des Gilmore Artist Awards, und zur Würdigung seiner zahlreichen Leistungen ernannte Vanity Fair Andsnes 2005 zu einem der "Best of the Best".

Leif Ove Andsnes wurde 1970 im norwegischen Karmøy geboren und studierte am Bergener Konservatorium beim berühmten tschechischen Professor Jirí Hlinka. Er erhielt auch unschätzbaren Rat vom belgischen Klavierlehrer Jacques de Tiège, der ebenso wie Hlinka großen Einfluss auf seinen Stil und seine Spielphilosophie hatte. Gegenwärtig ist er künstlerischer Berater an der Prof. Jirí Hlinka Piano Academy in Bergen, wo er eine jährliche Meisterklasse für teilnehmende Studenten abhält. Andsnes lebt in Bergen und erlebte im Juni 2010 einen seiner bislang stolzesten Erfolge, als er zum ersten Mal Vater wurde. Im Mai 2013 wuchs seine Familie durch die willkommene Ankunft von Zwillingen.

Website: 
www.andsnes.com